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Erstes Handball-Spiel schon 1929

LogoSendenhorst - Der Monat Juli steht im Jubiläumsjahr der SG Sendenhorst ganz im Zeichen des Hallensports Handball. Nach den Sportarten Turnen, Schwimmen und Fußball wurde der Handball-Sport im Jahr 1929 in Sendenhorst hoffähig gemacht. Um Herbert Klose, Paul Gebhard und Fritz Block scharte sich in der Gründungszeit schnell eine eifrige Handball-Gemeinde, die schon im Juni 1929 den Antrag auf Aufnahme in den damaligen Turnverein Sendenhorst, den Vorgänger der Jubilarin SGS, stellte.
Im Kreis Beckum-Warendorf nahm das Team an Meisterschaften teil. Doch allzu viel Erfolg war dieser Sportart damals noch nicht beschieden. Anfangs der 30-er Jahre wurde der Spielbetrieb zunächst eingestellt.

Die Erfolgsgeschichte des Sendenhorster Handballs begann erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Jahr 1946 riefen Franz Westhoff, Die Hallenverhältnisse waren nicht gut. Die enge Westtorhalle mit ihrem harten Holzboden hielt die Handballer aber nicht auf.Bernhard Christ, Herbert Kordaß und Heinz Winzer den Handball-Sport wieder in Leben. An die Anfänge erinnerte sich der Sendenhorster Günter Kajdasz in einem WN-Gespräch anlässlich der 75-jährigen Bestehens der Abteilung im Jahr 2004 noch sehr lebhaft. Mit 1:20 verloren die Sendenhorster ihr erstes Spiel gegen den SV Neubeckum. Doch dadurch ließen sie sich nicht entmutigen. Schon in der zweiten Begegnung gingen die Sendenhorst zwar knapp, aber erfolgreich mit 9:8 als Sieger vom Platz.
Damals wurde in Sendenhorst ausschließlich Feldhandball gespielt. Elf Spieler, Fußballtore, ein „Kreis“, der nicht sechs sondern gleich 13 Meter Abstand zwischen Spieler und Tor vorsah und ein Ball, der so groß war wie ein kleiner Fußball: das sind Grundbedingungen, die sich die heutigen Hallen-Handballer nur schwerlich vorstellen können.
Es wurden erste Erfolge, sogar Meisterschaften in der Kreisklasse Beckum-Warendorf (1951) gefeiert. Doch in dieser Zeit bahnte sich auch schon der Wechsel vom Feld- zum Hallenhandball an. Das Interesse am Feldhandball schwand. Zum letzten Mal wurde die SG 1969 Meister in dieser Sportart.
Handball gehörte schon seit langer Zeit zu den Publikumsmagneten in Sendenhorst. Schon in der Westtorhalle feierten Sportler und Fans gemeinsam viele Erfolge

 Schon seit 1954 versuchten sich die Sendenhorster Handballer auch in der Halle. Obwohl die Hallenverhältnisse in der Martinus-Stadt damals mehr als schlecht waren, wurden die SG-Handballer schon im Jahr 1957 ein erstes Mal Meister, damals noch in der zweiten Hallenklasse. Die ersten Einheiten in der Halle seien nicht einfach gewesen, blickte Günter Kajdasz einst zurück. „Wegen der Staubentwicklung hatten wir alle nach jedem Training schwarze Nasen und schwarze Ohren.“ Dennoch: Die Erfolgsgeschichte führte die Handballer sogar bis in die Landesliga, für die sich das Team schon 1973 ein erstes Mal qualifizierte.
Nicht nur die Männer widmeten sich in Sendenhorst dieser Sportart. Neben der Jugendarbeit, die schon früh organisiert wurde, fanden sich auch Sendenhorster Frauen zusammen. Schon 1946 formierte sich erstmals eine Damen-Mannschaft, sehr zum Unmut des damaligen Pfarrers der katholischen Gemeinde, Pfarrer Westermann, der sogar von der Kanzel gegen den Damenhandball wetterte, wie sich Günter Kajdasz seinerzeit schmunzelnd erinnerte. Im Jahr 1949 stellten die Damen den Spielbetrieb vorerst ein. Erst 1972 gelang ein neuer Start. Und durch kontinuierliche Arbeit gelang, es die Mannschaft zwischenzeitlich ebenfalls bis in die Landesliga zu führen.
Im Jubiläumsjahr der SG Sendenhorst sind in der Handballabteilung vier Herren- und zwei Damenmannschaften aktiv. Außerdem gibt es Mädchen-Teams von der A- bis zur E-Jugend, eine Mini-Mannschaft und vier Jungen-Teams.

Quelle: Westfälische Nachrichten

 
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